Frühbehandlung bei Kindern

Liegt eine extreme Abweichung der Zahn- und/oder Kieferstellung vor, so ist ein frühes Eingreifen vor dem 9. Lebensjahr erforderlich, um irreparable Schäden und Wachstumsbehinderungen zu vermeiden. Oftmals lassen sich mit relativ geringem Aufwand spätere langwierige Behandlungen vermeiden oder verkürzen.

Zu diesen Fehlstellungen zählen beispielsweise der Unterkiefervorbiss, Kreuzbiss (umgekehrte Verzahnung), starke Unterkieferrücklage, extremer offener Biss und durch vorzeitigen Milchzahnverlust entstandener Platzverlust für die bleibenden Zähne.

Das Abgewöhnen von schädigenden Angewohnheiten gehört zu den häufigsten Massnahmen in der Frühbehandlung. Dazu gehören beispielsweise Daumenlutschen, falsches Schluckmuster und gewohnheitsmässige Mundatmung. Sie werden in der Regel durch Verhaltensänderung, logopädische Behandlung und/oder den Einsatz einer Mundvorhofplatte abgewöhnt. Wenn diese schädigenden Angewohnheiten schon bleibende Spuren hinterlassen haben oder eine Kieferfehlentwicklung vorliegt, kommen meist herausnehmbare Zahnspangen zum Einsatz.